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Das Projekt Pawentiga PDF E-Mail

Ort des Kontaktes - Indianer-Projekt im Bundesstaat Rondonia

Sinnan e.V. ist Mitinitiator des brasilianischen Indio-Regenwald-Projekt „Pawentiga“ im Bundesstaat Rondônia im Nordwesten Brasiliens. „Pawentiga“ kommt aus der Sprache der Surui-Indios und bedeutet „Ort des Kontaktes“. Mit uns können Sie sich für ein Projekt einsetzen, das für das Verständnis der alten Kulturen und die Rettung des amazonischen Regenwaldes kämpft.

Pawentiga

Wenn wir eine noch intakte indianische Kultur unterstützen, tragen wir entscheidend zur Rettung des Regenwaldes bei: Solidarisieren Sie sich mit uns im Projekt „Pawentiga“. Dieses Wort ist indianisch (Surui-Sprache) und bedeutet „Ort des Kontaktes“. An dem Ort, wo 1969 die ersten Weißen einbrachen, organisiert der Stamm der Surui heute, gemeinsam mit der Gesellschaft für bedrohte Völker in Luxemburg, der MIVA, Schweiz, und Sinnan e.V. ein Netz des Widerstandes gegen die Waldzerstörung.

Das Symbol dieser „Waldwende“, unseres Engagements an diesem Ort Amazoniens in Rondonia, ist die „Maloca“ – Treffpunkt und ursprüngliches Sippenhaus der Stämme. (Mit den Suruí bauten wir in den vergangenen Jahren mit dauerhaftem Material zwei Malocas, um den Surui-Kindern und –Jugendlichen die ursprüngliche Stätte des Lehrens und Lernens zurück zu geben, damit der Unterricht in traditioneller Weise zur Stärkung der Identität der jungen indianischen Generation wieder aufgenommen werden kann).

"Die Surui Paither haben eine dichte Sprache, sehr reich in der Kreierung der Worte und verschwenderisch in der Bedeutung. Ein einziges Wort sagt viele Dinge.

Pawentiga soll ausdrücken: „Der Ort des Kontaktes“. Ein starker Name, der uns auf den ersten Kontakt des Surui- Volkes mit dem Staat der Weißen verweist im Jahre 1969 durch die Person Francisco Meirelles. Trotz seines gesamten Kampfes repräsentierte dieser respektable Sertanist nur den kleinsten Anteil der nicht-indigenenen Gesellschaft. Viele andere Brasilianer sahen die Indios als Inhaber unfruchtbaren Landes und schlimmer noch, sahen sie wie Tiere oder Untermenschen.

In offener und direkter Form leidet das Volk der Surúi seit 1969 unter der gewaltsamen Einführung des kapitalistischen Wirtschaftssystems, welches größtenteils einen scheußlichen Druck und Spannung auf die Indios auslöste. Und unter der Konfrontation ihrer Welt mit der westlichen Welt. In der französischen Aufklärung von Rousseau noch als „gute Wilde“ bezeichnet zieht sie die aktuelle Gegenwart aus ihrem Heiligtum, aber zeigt auch einen Prozess der Annäherung zwischen jenen, die den Wald wie den besten Umweltbereich für des Leben verteidigen – Umweltschützer, Índios, Gummizapfer und traditionelle Bevölkerung.

Die Konstitution von 1988 bricht mit dem Vorschlag der Assimilation. Im Kapitel „ Von den Indios“ und in einigen weiteren Artikeln garantiert das Gesetz den Índios das Recht ein Volk mit eigener Existenz zu sein. Dies geschah als Folge der starken Organisation der Índios in der Nationalpolitik, welche kontinuierlich darum bemüht ist, diese Rechte mehr und mehr in die Praxis umzusetzen. Wir können deshalb sagen, dass sich eine neue Form des Kontaktes herausgebildet hat. Ein Kontakt, welcher Unterschiede respektiert und aus ihnen lernt.

Das Schulzentrum Pawentiga hat die Bereiche Gesetz, Recht und Geschichte als Studieninhalte. Der Ausdruck dieser Idee in diesem Projekt führt zurück auf die Kunst und auf das Schöne im Universum dieser Realität des Kontaktes. Es ist die von den Weißen und anderen Índios (verwirrt über ihre kulturellen Wurzeln), entgegengebrachte Wertschätzung der Art und Weise Surui- Índio zu sein. Es ist der Ort, wo die Tätigkeit des „Seins“ zusammensteht mit der Reflektion und der Transformation des Seins in der Kunst, im Wissen und im kulturellen Material.

Der Traum des Schulzentrums entstand zusammen mit Anine, Maria und jenen, die sie umgaben in Form von vielen Erinnerungen, Gesprächen, vielen Nächten, vielen Monden, vielen Sternen." (Franciane Domingues de Paula Umweltschutz Cacoal, Übersetztung: Susen Thieme, Bremen)