„Man muß sich auf die Seite derer stellen, die in jedem Fall unerlässliche Projekte bearbeiten, in vorderster Linie den Erhalt der Natur“(Carl Friedrich von Weizsäcker) Nach „SinnanReisen-BrasilienWege“ wurde 1997 unter dem Eindruck des Rio-Prozesses (1992) und der zunehmenden Bedrohung der Lebensgrundlagen der indigenen Bevölkerung Brasiliens durch die Vernichtung der Regenwälder der gemeinnützige Verein „Förderung für ökologische Bildung und Kulturaustausch e.V.“ gegründet. Sinnan e.V. arbeitet seit 1998 mit dem indigenen Stamm der Suruí (insbesondere dem Clan, Posto do sete de Setembro, Linha 12) in der von der Regenwaldzerstörung am stärksten betroffenen Region in Brasiliens, im Bundesstaat Rondônia zusammen. Parallel dazu unterstützt Sinnan e.V. ein Naturschutzprojekt in der Mata Atlantica, dem Atlantischen Regenwald. Schwerpunkt des Vereins ist es, Verständnis der europäischen Bevölkerung für den Überlebenskampf der indianischen Nationen Brasiliens zu wecken, um Unterstützung für deren Kampf um die letzten Naturreserven zu werben, und damit die „die Grenzen des Regenwaldes und seiner Kulturen“ gegenüber den immer noch ungebremsten Ansprüchen der Industriestatten aufzuzeigen. Dies geschieht in Brasilien gemeinsam mit brasilianischen NGOs, Umweltschützern und Behörden. Bereits 1998 begann deshalb Sinnan die Anliegen der Surui mit aller Kraft zu vertreten und sammelte Spendengelder für ein Gemeinschaftsprojekt, den Bau eines Indianischen Sippenhauses, einer sogenannten „Maloca“. 2003 schloss sich die „Gesellschaft für bedrohte Völker“ in Luxemburg mit der Stiftung einer zweiten Maloca dem Engagements Sinnans an. Mit dem Engagement in den Reservaten der Suruí, dem Bau der Malocas und der Unterstützung eines von den Suruí entwickelten und bis heute andauernden Unterrichtes in indianischer Tradition konnte Sinnan ein weit sichtbares Zeichen für die indianische Bewegung setzen, auch mit politischer Wirkung. Naturschutzprojekte in der Mata AtlanticaDie „Mata Atlantica“, der Küsten-Regenwald Brasiliens, ist eine tropische Landschaft, die für die Menschen Brasiliens, aber eben auch für die (Arten-) Vielfalt des Lebens eine überragende Bedeutung hat. Sie ist beides: Ein Wunder der Natur - in deren Bereich aber mehr als die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung lebt. Schier unaufhaltsam haben sich Städte und Agrarflächen in den großen Saumwald hineingefressen, der auf einer vom WWF International zusammengestellten Liste zur Erhaltung der Biodiversität bedeutendsten Regionen der Erde ganz oben steht. Der Naturschutz in dieser Region verfolgt mit internationaler Unterstützung eine Strategie, in der mit Nationalparks Pufferzonen gegen Industrialisierung und illegale Besiedlungspläne angelegt werden. Dazu trägt auch unser kleines Projekt im Naturpark „Juatinga“ bei, wo durch verschiedene Einsätze Grenzen gegen illegales Eindringen gezogen werden konnten. Der Verein „Förderung für ökologische Bildung und Kulturaustausch e.V.“ ist vom Finanzamt Michelstadt/Odenwald als gemeinnütziger Verein für den Umweltschutz anerkannt und berechtigt, Spendenbescheinigungen auszustellen. Jugendarbeit
Besonders bei Jugendlichen, wie hier im Unterricht in einer Schule in Thüringen, setzt SINNAN sich für das Kennenlernen der Welt des Regenwaldes und der Ureinwohner ein. Das Interesse der jungen Menschen zu diesem Thema ist konstant hoch und beinhaltet oft Fragen zu einer Mitarbeit. "Kulturell enteignet und der Werte beraubt, denen wir uns verbunden fühlten – Reinheit von Wasser und Luft, Wohltaten der Natur, Vielzahl und Verschiedenheit der Tier - und Pflanzenarten, sind wir fortan allesamt Indianer, im Begriff uns selbst zu dem zu machen, was wir aus ihnen gemacht haben". (Claude Leví-Strauss, „Die traurigen Tropen“) "Alle Fragen der nationalen und internationalen Politik spiegeln sich in den Indianerdörfern wider". (Erwin Kräutler, Bischof vom Xingu)
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