Die Jaguar-Reise

Pantanal Jaguar

Eines der letzten Abenteuer zwischen Fantasie und Realität im Land des Jaguars.

„Hier geschah es. Es war die Pilotreise. Wir befanden uns jenseits des Rio Guapore, dem Grenzfluss zwischen Brasilien und Bolivien, auf bolivianischem Gebiet – auf einem schmalen Fluss. Plötzlich war der Jaguar vor unseren Booten! 30 Meter vielleicht. Von der Sandbank sprang er vor uns in den schmalen Fluss. In diesem Moment verzauberte er alles. Der teure, glückliche Moment, war eindrücklich, lautlos, und so schnell vorüber, dass auch nicht einer es wagen konnte, noch eine Kamera zu positionieren.“ (Reise-Teilnehmer, November 2006)

Rio Guapore

Was ist eine „Sinnan – Jaguar-Reise “ – oder: was ist sie nicht?

Eine Besichtigung von wildlebenden Jaguaren gibt es nicht. Es gibt nur eine Ansicht von gefangenen Jaguaren im Zoo. Eine wirklich „wilde Reise“ findet nicht in einem Zoo statt. Wollen Sie in eine „Natur“, die so weit hergerichtet und beschnitten ist, dass man ihre Vertreter wie in einem Zirkus bestaunen kann? Das wilde Raubtier erscheint zu keinem Fototermin für Touristen Es ist einfach „anwesend“, wenn auch weitestgehend unsichtbar. Gott sei Dank, denn solange er frei und unsichtbar ist, lebt der „König des Dschungels“ gesund und intakt mit seiner ihm zugehörigen Umwelt. Und das bedeutet riesige, immer noch undurchdringliche Dschungelgebiete.

Damit sind wir beim Thema unserer „Jaguar-Reisen“. Sie werden eingeladen zu einer Besonderheit. Sie lernen es, in diesen Wäldern, in den Regionen des Jaguars, den Atem der Wildnis in sich einzulassen, zu spüren, was es heißt, dass das Wilde in jeglicher Gestalt Ihnen absolut nahe ist. Der Jaguar kann Ihnen so nah sein – und Sie hören und wissen es nicht, vielleicht nur noch hundert Meter entfernt; er kann auch so stark brüllen, dass Sie es aus 10 km Entfernung hören.

Es wäre vermessen, und es würde den Gesetzen der Wildnis zuwiderlaufen, Garantien auszugeben, zu sagen: „Sie werden einen Jaguar sehen“. Wer ohne Zahlen nicht auskommen will, dem sagen wir: „50% Wahrscheinlichkeit“. Die unbekannte Zahl gehört dem Jaguar und dem Dschungel.

Wohin führt die Jaguar-Reise?

Die Wälder des südlichen Amazonasbeckens in Rondonia, im Vale do Guapore erstrecken sich noch tief und geheimnisvoll längs des Rio Guapore, ohne Beachtung des Abenteuer-Tourismus, der sich auf Zentralamazonien um Manaus konzentriert. In gewisser Weise werden Sie als Teilnehmer der Jaguarreise also „Pionier“ sein. In diesen Wäldern schlummern Geheimnisse, uralte Sagen und Reste von Hinweisen auf jene Wege, die man noch, Anfang des vergangenen Jahrhunderts, als wirkliche Abenteuer bezeichnen konnte: die Expeditionen des legendären Marschall da Silva Rondons und des Anthropologen und Indianerforschers Claude Lévi-Strauss. In diesen Wäldern leben heute noch unentdeckte Indio-Stämme, deren Grenzen absolut zu respektieren sind, in diesen Wäldern gegenüber dem Mato Grosso herrscht der König des Dschungels, der keinen Respekt kennt – der Jaguar. Einfach gesagt, versuchen wir in die Spuren der alten Wildnis-Forscher zu kommen, d.h. mit allen Sinnen dem Geheimnis des Dschungels so nahe wie möglich zu kommen.

Der Autor und Abenteuer-Schriftsteller Paul Grote hat diese Art des Reisens folgendermaßen beschrieben: „Doch Stunden oder Tage waren hier kein Maß, das diesem Augenblick der Unendlichkeit hätte gerecht werden können. Es war ein Gefühl der Grenzenlosigkeit, das mich überkam in dieser Welt, in der es keine Zeit gab und jede Uhr entbehrlich war. Dieses Gefühl ließ sich einatmen, breitete sich aus in mir wie eine Droge – die amazonische Ewigkeit“ (Der Schriftsteller Paul Grote)

Was oder wen sehen wir auf einer Jaguar-Reise?

Was wir versprechen können: wir durchstreifen mit dem Kanu und zu Fuß ein Territorium, in dem der Atem des Dschungels, die Herrschaft der Wildnis in Ihre Wahrnehmung eingehen wird – Tag und Nacht, für den Rest Ihres Lebens. Es sind die Wälder des Jaguars.

„Nicht jagen – lauschen, warten, entdecken !“ Vielleicht hätte es ein Rondon heute so, und noch einmal neu gesagt. An die Adresse des modernen mit Sensationslust geladenen und zeitlich begrenzten Reisenden: „Je mehr ihr wollt, jagt, verzweifelt versucht, mit nach Hause zu nehmen, je mehr werden sich euch die Geheimnisse entziehen, je weniger werdet ihr sehen!“

Man braucht gar nicht viel Glück, um auf die „Wölfe des Flusses“, die Riesenotter, zu stoßen; Papageien, auch die berühmten Aras, werden uns begleiten; immer wieder weisen frische Spuren am Ufer, auf den Sandbänken, auf die großen Tiere des Dschungels hin – einen Tapir, Ameisenbär oder eine Herde der angriffslustigen Peccaris, der wilden Schweine; und auch die Spur des Jaguars ist dort, wo wir sein werden, so selten nicht.

Und wenn wir ihn sehen – nicht bestellt und nicht bezahlt – wird der augenblickliche Schreck, das Entsetzen wie die Faszination über Jahrzehnte und länger wirken als jedes Foto, mit dem man noch die Schwanzspitze erwischen konnte (wem es -in solchen Momenten- dennoch gelingt, ihn „ganz“ abzubilden, nun, er weiß nicht nur, dass er damit zu den Meistern der Fotografie zählen wird, sondern, dass auch er Glück gehabt hat).

Keine Jagd – sondern eine ökologische Reise!

Mit diesen Worten möchten wir das Reisen in die Mystik des Urwaldes erneuern, ein Reisen, das sich, wie in den Jahrhunderten zuvor mit der Wahrnehmung der eigenen Sinne ganz auf die Realität des Regenwaldes und seiner Geheimnisse einlässt.

Sie sind aktiv dabei!

Sie befinden sich während dieser Zeit auf einer „Aktivreise“. Sie werden gebraucht, wenn das Lager auf den Sandbänken, wenn die Zelte, aufgebaut werden, oder es gilt, für einen kurzen Moment aus dem Boot zu springen, um es, gemeinsam mit den anderen, wieder flott zu kriegen. Für eine gute Durchführung dieser Reisen ist eine gewisse Mitwirkungsbereitschaft des Reisenden notwendig. Sie übernehmen vor der Reise die Beurteilung Ihrer Gesundheit eigenverantwortlich und nehmen an dieser Reise auf eigene Gefahr teil. Wir empfehlen den Abschluß einer Reise-Krankenversicherung mit Notfall-Service.

Hintergründe – Rondonia und seine großen Entdecker

Alexander von Humboldt, Marschall Rondon und Lévi-Strauss. Um an den Rio Guapore zu gelangen, von wo aus es hinüber in den bolivianischen Dschungel des Noell-Kempff-Nationalparks geht, reisen Sie durch Rondonia, den jüngsten der brasilianischen Bundesstaaten. Vor der Gründung dieses Bundesstaates hieß diese Region „Vale do Guapore“. In diesen Wäldern und ihren Flusssystemen zwischen Rio Madeira, Guapore und Mamoré forschten Alexander von Humboldt, Lévi-Strauss und auch Jacques Costeau. Alle Forschungen hier wurden jedoch überragt von der Vision und den weiten Wegen des Marschall da Silva Rondons, Begründer des Indianer-Schutzdienstes, den man den „Gandhi Amazoniens“ nannte. Ein Mann, der auf seinen acht Jahre währenden Expeditionen von Cuiaba bis zum Rio Jamari den Grundsatz für sich und seine Pioniere vor jeglicher Begegnung mit Indianern aufstellte: „Sterben, wenn nötig – töten nie!“

Trekking auf den Spuren Marschall Rondons

„Rondonia“ ist, trotz der Realität seiner vorhandenen Urwald-Mystik, ebenso das klassische Land rücksichtsloser brasilianisch-amerikanisch-europäischer Waldvernichtung und Ausbeutung von Bodenschätzen. Man spricht heute von der „Tragödie Rondonias“, weil der jüngste Bundesstaat Brasiliens vor seiner Entstehung noch die friedliche Einheit von Natur, Indios und den neuen Siedlern auf dem Plan hatte. Träger dieser Utopia war der Marschall da Silva Rondon, der „Gandhi Amazoniens“. Der Anblick der modernen Tragödie Brasiliens bei der Abholzung des Regenwaldes (während der Anfahrt zu den Fluss-Wäldern) soll den Reisenden nicht verschleiert werden, wird aber insgesamt dazu beitragen, ihnen das ganze Bild des heutigen Amazonien bewusst zu machen.

„Wir bringen Sie hin – und holen Sie auch wieder ab!“

Flug: Mit dem „Brazil Airpass“ ins Rondônia-Abenteuer! Unser Reise-Vorschlag: Buchen Sie diese Tour z.Bsp. im Anschluss an einen Pantanal-Aufenthalt. Dann fliegen Sie Cuiabá – Ji-Parana (Rondônia). Ji-Parana ist bei der TAM inzwischen „Brazil Airpass“ – Airport. Sonst mit TAM-Airlines ab Rio oder Sao Paulo über Cuiabá nach Ji-Paraná (Rondonia) oder Vilhena (Rondonia). Fragen Sie uns!

In Ji-Parana empfängt Sie Ihr Guia und bringt Sie und die weiteren Teilnehmer bis nach Pimenteiras an die brasilianisch-bolivianische Grenze. In der Trockenzeit (Juni-September) wird die Tour ab Guajara-Mirim –ebenfalls an der bolivianischen Grenze- angesetzt, und führt dann nach Osten den Rio Candeias, Nationalpark Pacaás Novos, hinauf.

Durchführung

  • Alle Monate des Jahres, nicht Regenzeit (Ende November bis Anfang April)
  • Personen: ab 2 bis 10 Personen
  • Dauer der Trekkingreise: 8 Tage inklusive Anreise- und Abreisetag, 6 Tage im Urwald
  • Körperliche Voraussetzungen: nicht für Personen, die in medizinischer Behandlung sind, stark übergewichtig, und/oder Herz-Kreislauf-Probleme haben.
  • Teilnehmer müssen Gelbfieber-Impfung vorweisen können und Prophylaxe für Malaria übernehmen
  • Beginn: ab August 2010

Preis

ab 1990,- Euro p.P.

Im Preis enthaltene Leistungen

Sämtl. Transfers/ Vollverpflegung während der Anfahrt zu den Basis-Stationen und während des Trekking inkl. Getränke/ 2 Hotel- bzw. Pousada-Übernachtungen mit Frühstück/ Trekking-Ausrüstung wie Zelte, motorisierte Boote etc/ ab 6 Personen Koch in Begleitung der Gruppe/professionelle Buschführung und Landeskunde.

Reiseanfrage

Schreiben Sie uns bei Interesse – nennen Sie uns Ihre Fragen, Wünsche, auch Ihren gewünschten Reisetermin! Wir nehmen Datenschutz sehr ernst und garantieren Ihnen, dass die von Ihnen eingegebenen Daten nur zur Angebotserstellung verwendet und keinen Dritten zugänglich gemacht werden!